Ich habe viele der letzten Nächte wenig geschlafen
der Stift war man Schiff, das Blatt ein sicherer Hafen
habe in dieser Zeit immens viele Seiten gefüllt,
und was mir nicht gefiel, wieder "zerknüllt"
dabei Liter von Tränen vergossen
doch jede Seite, ließ mich mehr hoffen
Es ist so, dass das Schicksal oft quält
wenn du es dir klarmachst und merkst was dein Leben erzählt
diese Verse sind wirr, so wie das Leben
doch einen Faden kannst du durch dieses gezogen sehen:
Auf ein resignierendes Zweifeln folgt ein neues Streben.

Ich muss mich mehr von Dingen distanzieren, die mich verletzen. Ich muss mich mehr von Mädchen distanzieren, dienur empfengen und nichts geben wollen. Ich kann keine guten Freunde mehr gebrauchen, schon gar keine weiblichen. Ich habe an guten Freundschaften, alles was ich brauche. Freunde, mit denen ich über alles reden kann. Verschiedenste Menschen, tiefsinnig, politisch, loyal, partyfähig...
Ich weiß nicht genau, was jüngere Mädels von mir denken, was sie wollen. Entweder sie finden toll, was ich sage oder schreibe, welche Meinung ich vertrete. Dann verstehen sie jedoch nicht, dass es Kraft kostet, sich Menschen derart intensiv zu widmen, sich zu öffnen, sich Zeit zu nehmen und ein Ansprechpartner für Probleme zu sein. Bin ich nur geistiger Ersatz, eine willkommene Abwechslung zu ihren oberflächlichen Beziehungen ?

Oder verhölt es sich so, dass sie mich gar nicht wegen meiner Aussagen, wegen meiner Worte, meiner Texte und meines Selbst wollen, sondern, weil ich einigermaßen gut aussehe, ihnen meine Kleidung gefällt, ich älter bin als sie und mich auf sie einlasse?

Wie dem auch sei: Ihre naive Verhaltensweise, ihr ganzes Unverständnis dafür, dass sie Menschen nicht einfach aussaugen können, dass nicht nur nehmen können, nicht nur Menschen für sich einsetzen können um mit Bekanntschaften vor anderen zu prahlen und sich zusätzlich noch intrigante Lügen zu überlegen, um andere auszuspielen, all dies lässt mich an vielen Menschen zweifeln und hinterfragen, ob mein Verhalten ihnen gegenüber richtig ist. Mir geht es nicht um körperliche Gegenleistung (Sex), mir geht es um Zuneigung Nähe, eine gemeinsame Basis. Mit jeder ihrer Aktionen, lassen sie einen Hoffen, dass etwas Einmaliges geschieht, doch es bleibt aus und verläuft sich. Warum soll ich also meine Kraft, meine Liebe an solche Menschen verschwenden, wo ich sie mir doch für den Moment aufheben muss, wo ich sie eher brauche: Für den Moment, wo nicht nur ich, sondern auch ein anderer Mensch für mich empfindet, was ich für ihn empfinde...

Ich habe vorhin den wirklich fazinierenden Film "Elementarteilchen" besucht und kann ihn nur weiterempfehlen. Das alte Thema: Er handelt von der emotionalen Einsamkeit des Individuums in einer Gesellschaft, in der die Menschen nicht mehr Beziehungsfähig sind, wohl aber eine grenzenlose sexuelle Freiheit genießen, die sie jedoch nicht ausleben können, weil dies alleine unmöglich ist und auch zu zweit ohne geistige Ebene nicht möglich ist. Es wird aufgezeigt, dass auch wissenschftlicher Fortschritt und nicht helfen kann, die essentiellen Dinge unserer Existenz zu ersetzen.
14.3.06 00:06


Nachgedacht

Heute habe ich nachgedacht. Vielleicht unterliege ich einem Irrtum, einem Irrtum über mich selbst. Vielleicht sehe ich mich als ein guter Mensch, der ich aber nicht bin. Vielleicht ziehe ich für andere Menschen Grenzen, die ich selbst nicht einhalte, predige Dinge, die ich nicht praktiziere und lasse meine ganze Philosophie somit zu einer Farce verkommen. Ich zweifle machmal daran, dass ich die Tiefsinnigkeit, die ich von anderen erwarte, allen Menschen entgegenbringen kann. Bei Frauen ist es so: Ich suche nach einer geistigen basis, aber selbst wenn diese noch so gut ist, kann das Aussehen ein KO- Kriterium sein. Bei unterschiedlichem Sachverhalt genauso. Das ist oberflächlich. Vielleicht steht gerade mir da nicht zu, weil ich mich selbst nicht so attraktiv finde. Bei mir denke ich aber, dass mein Charakter dies ausgleichen kann und erwarte von anderen, dass sie mich aufgrund meines Charakter beurteilen. Ein Irrglaube, eine Argumentation, die nicht stimmen kann. Um wieder zum eigentlichen Thema zurückzukommen: Ich fühle mich schon oberflächlich. Viellciht denke ich aber auch nur darüber nach, weil ich einsam bin. Wer glücklich ist, denkt nicht viel, jedenfalls nicht so exorbitant viel über sich selbst, Beziehungen, Gefühle und Liebe nach. Wenn ich glücklich wäre, würde ich in diesem Blog wahrscheinlich die Gesellschaft kritisieren oder endlich die Gedichte fertigstellen und veröffentlichen, die ich in Form von Fragmenten auf einen Haufen Zettel neben mir liegen habe. Da sieht man es: Ich, ich, ich: Alle meine Erklärungsversuche, meine Ausreden, sind geprägt von Egoismus. Genauso kann es aber sein, dass ich zu selbstkritisch bin, weil mir noch nicht der richtige Mensch gesagt hat, dass ich wichtig bin. Vielleicht macht es mich ja zu einem guten Menschen, das ich wenigstens manche Dinge erkenne und über sie nachdenke, auch wenn ich nicht immer nach der Vernunft lebe, die in ihnen steckt. Vielleicht ist es ein längerer Prozess, auf den man erst am Ende seines Lebens zurückblickt und über ihn resümiert.

Was ich mich jedoch wirklich frage ist, ob noch mehr Menschen über diese Dinge nachdenken.

Sonst geht es mir durchschnittlich bis gut :-), ohne durch irgendetwas besonders beeindruckt zu sein. Das Wetter wird auch wärmer. Eigentlich könnte ich 100 Dinge aus meinem Leben schreiben, aber ich habe jetzt keine Lust mehr.
23.3.06 00:00


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