Perfekt

Mich nerven meine Texte. Jeden, der sie liest, sicher auch. Herrlich, der Junge kann Fremdw?rter und muss es zeigen. Aber er macht unglaublich viele Fehler. Eben bin ich den letzten Eintrag ?berflogen und es kam mir nicht nur so viel falsch vor, es war es auch. Also, ich kann es auch besser. Ich kann fehlerfrei schreiben, so wie alle, die im Di(c)ktat Fehler machen. Shit, jede Kleinigkeit, die nicht 100%ig funktioniert kotzt mich an. Ich werde gern ein perfekter Mensch in einer perfekten Welt. Selbst perfekt, perfekte Frau, perfektes Umfeld. Ich bin auf keine Hilfe anbgewiesen, mache von vornhinein alles richtig, Yes. Sorgenfrei weil perfekt. W?ren wir wir nicht alle gern so? Welcome to Utopia. Ich bin kein ?bermensch, du bist es auch nicht. Wir m?ssen es einsehen und unsere Mitmenschen, denen wir einen Gedanken voraus sind, unterst?tzen. Wenn ehrlich zu sein nur so unglaublch einfach w?re. W?re es auch, wenn sich die Ehrlichkeit sicher auszahlen w?rde. " Ich mag dich nicht!" "Okay, danke, gehen wir uns aus dem Weg. Lass es uns f?r uns behalten und nicht hinterr?cks l?stern." So einfach ist es nicht. Es gibt noch Gef?hle, Eitelkeiten und vor allem Eifersucht. Ich merke es an mir. Ich gebe mir viel M?he, positiv auf andere Menschen einzuwirken. Doch die Frustration kommt, wenn ich Hilfe ben?tige und keiner da ist. Warum k?nnen sich manche so viel erlauben, bauen viel mehr schei? als ich, machen sich keine Gedanken ?ber ihre Mitmenschen und ?ber das "gro?e Ganze" und kassieren Mitgef?hl, w?hrend sie nichts zur?ckgeben? Warum haben solche Menschen zum wiederholten Male eine tolle Freundin und ich nicht ? Es ist gerade zum heulen. ?konomisch betrachtet ist es Verschwendung. Ich kann immer weniger Mitgef?hl und Hilfe geben, weil ich selbst keinen Input habe. Die Gef?hle verrohen. Frustration. Traurig.


...Und das an Weihnachten. Vor 10 jahren hatte ich mal kurz vor Weihnachten eine Freundin. Ich wei? es noch ganz genau, wie das entstand: Das erste Mal habe ich sie an der Bushaltestelle gesehen. Ich musste einaml aufgrund des Gebrtstages meiner Mutter mit dem Bus fahren. Fortan habe ich es beibehalten. Irgendwie kam der Kontakt auf dem weg vom Bus zur Schule zustande. Da haben wir uns verabredet. Dann sind wir mal spazieren gegangen und ich war bei ihr. Einer meiner guten Freunde stand oft mit mir bis sp?t Abends vor ihren Fenster....Irgendwann hatte es mal geschneit und ich war am Schnee schippen. Da kam ihre Family vorbeispaziert und haben mich gegr??t. Erst war ich augeregt, dann erleichtert. Am n?chsten Tag, so ungef?hr vier Tage vor Weihnachten war ich mit ihr zusammen. Wir haben uns noch einge Male getroffen und sie war auch mit ihrer Familie in der Kirche. ?ber Weihanchetn herrschte bis auf ein Telefonat "Funkstille". Weihnachten war schlie?lich ein Familienfest. Zwischen den jahren haben wir uns total oft getroffen, waren spazieren gegangen und haben uns Sylvesterknaller gekauft. Irgendwann, wir waren alleine bei ihr, kam es zu meinem ersten Zunkenkuss, damals auch noch Freunden "ZK" genannt. Ich war so stolz. Drei Wochen sp?ter war die "Beziehung" gelaufen. Man hatte sich "auseinandergelebt". Jaja, so war das. Es war sch?n, passte zu Weihnachten und ich konnte alles mit kindlicher Unbeschwertheit sehen....Sch?ne Gedanken.

Apropos kindliche Unbeschwertheit: Gestern habe im Rahmen einer psychoanalytischen P?dagogikvorlesung den Film "Klassenleben" gesehen. An diesen Kids konnte man sehen, dass eine vorbildlich integrative Schule, Kinder mit einer viel gr??eren sozialen Kompetenz hervorbringt, als es konventionelle Schulen tun. Das geh?rt vielleicht nicht hierher.
2.12.05 01:14


Goldene Zeiten

Der heutige Eintrag ist von l?ngst vergangenen Zeiten gepr?gt. Das Motto damals hie? Affenbande "13" und die Protagonisten dieser Lebensepisode sind gr??tenteils heute noch die gleichen geblieben, jedenfalls was den Freundeskreis anbelangt, auch wenn wir uns weiterentwickelt haben. Die Symphonie des Lebens spielt in H?hen und Tiefen, das Leben als solches sich ohnehin in in diesen Kategorien ab. Man lernt neue Leute kennen, aber Freunde, die einen in wichtigen Lebensabschnitten gepr?gt und zur seite gestanden haben, mit denen man nach einer Redensart "Pferde stehlen kann", die bleiben einem immer erhalten. Daher befinden sich ab heute l?ngst vergessene Fotografien in der Rubrik Bilder. Nicht nur in Reminiszenz an die Affenbande, sondern als ein Beispiel, dass unsere Freundschaft lebt. Ein sch?ner Gedanke...
3.12.05 20:18


Traumfänger

H?tte heute Nacht stundenlang weiterschlafen k?nnen;
denn was mir wiederf?hr war ein Traum, so wunderbar,
projezierte meine tiefsten W?nsche und wusste nicht wie es um mich geschah;
da war ich und auch du warst da;
es ?berkam mich Zufriedenheit, als ob ich Liebe sah.

Dieses zugegebenerma?en nicht wirklich gelungene Gedicht steht hier nicht ohne Grund. Ich hatte vergangene Nacht einen wundersch?nen Traum, einmalig sch?n und selten, sonst w?re er mir hier auch keinen Eintrag wert. Es war, als ob all meine Sehns?chte in Erf?llung gegangen w?ren, das Ende der Suche war zumindest in diesem Traum erreicht. Auch wenn es jetzt ein wenig mysteri?s klingt: So etwas sch?nes wie diesen tarum habe in letzter Zeit selten erlebt. Als mein Wecker dieses sch?ne Erlebnis j?h unterbrochen hatte, gelang es mir trotz des Versuchs nicht mehr, diesen Traum aufzunehmen. Wahrscheilich war das ein etwas blau?ugiges Unterfangen, denn man tr?umt mitten in der REM- Phase und nicht unmittelbar vor dem aufwachen, wie es einem jedoch erscheint....

Ansonsten bleibt zu erw?hnen, dass mal wieder eine Zeit angebrochen ist, in der die Sehnsucht nach "Liebe" nicht weit her ist, viel mehr eine Zeit, die stereotypisch f?r diese Sehsucht ist: Weihnachten als das "Fest der Liebe"...Wen ?berkommt da nicht der Wunsch mit seinem Partner aneinandergekuschelt vor dem Tannenbaum zu sitzen und in gem?tlicher Atmosph?re den Kerzen beim abbrennen zuzuschauen, w?hrend leise der Schnee rieselt und Weihnachtslieder aus dem Boxen tr?llern. Dieser Inbegriff von Romantik l?sst einen zweifeln, ob das vielerorts wahrgenommene "Elend der Welt" ?berhaupt existiert.....Doch die friedliche Idylle wird getr?bt, wenn es schon an dem Partner fehlt, der einem in diesen Moment mit einem teilt. Um, es ganz genau und mit Selbstmitleid suggerierendem Unterton zu formulieren: Wie mir, der so falsch wirkt, der so geschwollen schreibt, der arrogant und gef?hlskalt wirkt, dem Macho. Solche Aussagen st?ren einen nur, wenn der R?ckhalt fehlt. Und mir fehlt er. Ich denke, dass ich ein Mensch bin, dem viel an seinen Mitmeschen liegt und der viel f?r diese macht. Aber in Zeiten, in welchen ich mit mir selbst besch?ftigt bin, weil das Leben mich verr?ckt macht und ich unzufrieden bin, da kann ich nicht. Vielleicht zerreist mich auch alles so, dass ich meine Mitmenschen unbewusst verletze. Aber was mir durch den Kopf geht: Auch wenn man selbst kaum Energie hat und am Boden ist, wenn man sich einsam f?hlt, alleine ist, weil einem die "bessere H?lfte" fehlt, selbst dann sollte man versuchen seinen Mitmenschen N?chstenliebe zu geben. Nicht nur in der Weihnachtszeit....









5.12.05 21:17


Xavier

"Dieser Weg wird kein leichter sein, dieser Weg wird steinig und schwer.
Nicht mit vielen wirst du dir einig sein, doch dieses Leben bietet so viel mehr."


Ein sehr sch?nes Lied, welches unser lieber Xavier mal wieder vor der Weihnachtszeit herausgebracht hat. Eine gutre Stimme und eine gute Melodie verkaufen sich eben. Aber mal Hand auf Herz: Lassen wir uns nicht viel zu sehr blenden? Ein solches Lied bringt Xavier n?mlich jedes Jahr um die Weihnachtszeit heraus und immer erst?rmt es die Charts. Und Xavier macht das auch nicht, weil er uns zu Weihnachten etwas Gutes tun m?chte. Er m?chte sich etwas Gutes tun und nutzt unsere Gef?hle ein wenig aus. Ach Xavier, der Text deines Liedes ist nicht viel besser und tiefgr?ndiger als manche Dinge, die ich hier auf die Seite schreibe. Lass mich dein ghostwriter werden und beteilige mich an den Einnahmen deines Weihnachtsgesch?fts.

Unerh?rt, wie verbittert ich bin. Jetzt will ich sogar schon dem armen Xavier B?ses. Aber vielleicht bietet dieses Leben ja doch mal so viel mehr und es geschieht ein Wunder, dessen Folge ist, dass ich endlich wieder etwas zufriedener und gl?cklicher bin.
6.12.05 22:49


Genervt

?tzend, wenn man alles selbst machen muss. Als h?tte ich nicht genug zu tun. Bei ?berarbeiten des Ergebnisses meiner Projektgruppe ist mir aufgefallen, dass einige Gruppenmitglieder nicht mal dazu in der Lage waren, f?r die L?sung relevante Dinge aus den ihenen zugewiesenen Texten herauszuarbeiten. Und als w?re dies nicht genug, haben einige Personen ziemliche Schwierigkeiten mit der deutschen Sprache. So war es an mir, alles in eine einigerma?en angemessene Form zu bringen. Ein Arbeitsaufwand, der sich insgesamt sechs Stunden hingezogen hat. Jetzt f?hle ich mich leer und kann nichts kreatives mehr schreiben. Eigentlich k?nnte ich heute mal wieder mal literarisches Jammertal durchschreiten. Gute Idee. Ich f?hle mich schlecht. Eigentlich wollte ich dieses Wochenende nicht so intensiv feiern. Am Freitag hat es geklappt, doch gestern war ich in einer ?rtlichen Discothek , welche vor kurzen neu er?ffnet hat. Und dann habe ich angefangen Wodka zu trinken, womit ich leider nicht rechtzeitig aufgeh?rt habe, weshalb ich mich heute nicht so gut f?hle. Ausserdem stehe ich kurz davor in einem See mit selbstmitleid zu ertrinken. Ich f?hle mich uninteressant. Was schreibe ich da? Heute ist jedes Wort zu viel. Ich kann nicht mehr.
11.12.05 17:41


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